Ein Leben lang wird man von Menschen begleitet, die beeindrucken oder einfach nur einen bleibenden Eindruck hinterlassen. An dieser Stelle ein wöchentliches Portrait all jener Personen, die mir einfach ans Herz gewachsen sind.
Vor einigen Jahren wechselte ich studienbedingt vom Rudern zum Triathlon. Dennoch zieht es mich immer wieder Richtung Ottensheim auf die Regattastrecke, wo ich dann meistens meinen "alten" Trainer - Dr. Elmar Antony - besuche. Die höfliche Anrede à la "Herr Antony" ist ihm geblieben; selbst die "Großen" unter uns bleiben dabei. Inoffiziell wird er aber liebevoll "da Ömar" von allen genannt.
Der Ömar verbringt unabhängig von Wind und Wetter die meiste Zeit entlang der Regattastrecke, wo er seit Jahren bewaffnet mit Stopuhr und Fahrrad Ruderer aller Altersklassen herumscheucht. Trotz seiner mittlerweile >70 Jahre (glaub ich halt), ist er fit wie ein Turnschuh und nicht weniger zurückhaltend mit diversen Aussagen, die für die Ewigkeit bestimmt sind:
- "Die Beine können immer!" (obwohl du komplett blau bist)
- "Du ruderst wie ein Mädschen!" (obwohl du ein Mädchen bist)
- "Härter im Kreuz!" (obwohl dir das Kreuz fast abbricht)
- "Andere in deinem Alter sind schon längst tot!" (obwohl du nicht mal 30 bist)
Der Ömar steht auch mir zu jeder Uhrzeit bei jedem Wetter hilfsbereit zur Seite, wenn es darum geht, die Donau möglichst schnell entlang zu laufen. Meist werd ich dann von der fahrenden Labestelle (siehe Foto) begleitet, hör mir an, dass die Beine immer noch können oder benutz das Begleitfahrzeug dann einfach zum Zurückfahren (der Ömar muss dann halt laufen).
Da uns der Ömar sicher noch alle überleben wird, wünsch ich ihm und seinen beiden Ruderinnen - den Lobnig Schwestern - für die Olympiaquali in Luzern viel Erfolg. Auf dass es gelingen mag.
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| Fahrende Labestelle |
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| Ömars Steingarten |
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| Höchstgeschwindigkeiten |
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| Immer die Uhr im Blick |
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| Rücktransport |